Olympiasieger am Hang

Segel-Brüder Jörg und Eckart Diesch hätten auch als Skirennfahrer Karriere machen können

„Die Brüder, die eigentlich Ski laufen wollten" titelte eine Zeitung am 29. Juli 1976, und erzählte eine Geschichte, die wahrscheinlich nur noch in der Ski- und Bergsportabteilung des VfB Friedrichshafen bekannt ist. Denn 1965, elf Jahre vor ihrem Segel-Olympiasieg im Flying Dutchman, begann die äußerst erfolgreiche Rennkarriere der begeisterten Skifahrer Jörg und Eckart Diesch beim VfB.

In dem Bericht heißt es: „Ja, zu Hause am Bodensee in der Metzstraße Nr. 8 begann die Karriere. Eine Karriere, die zuerst an den Steilhängen der alpinen Rennstrecken beginnen sollte. ‚Wir laufen beide gut Ski. SkibrüderDer Eckart aber noch viel, viel besser als ich', sagt Jörg. ‚Aber dann hat sich alles geändert'. Es begann, als Vater Dr. Bruno Diesch, vor dem Krieg Europameister im 30-qm-Schärenkreuzer, seinen beiden Jungs ein Ruderboot schenkte. Und als sich Jörg und Eckart noch einen Mast mit Segel bastelten, was es klar - Ski-Karriere ade - es wird gesegelt."

Dabei hätten aus den beiden sicher auch Skirennfahrer werden können. Nach Siegen beim Jugendskitag des Schwäbischen Skiverbandes 1965 sammelten sie in den folgenden fünf Jahren bei den Bezirks- und Landesskimeisterschaften jeweils die Plätze 1 bis 5 in einer der drei Einzeldisziplinen Abfahrt, Riesenslalom und Slalom. Aber ganz schworen die beiden Segler dem Skisport nicht ab. Noch im Jahr ihres Olympiasieges 1976 gewann Jörg Diesch die VfB-Vereinsmeisterschaften. Außerdem ist dokumentiert, dass Eckart Diesch 1982 bei den Häfler Stadtmeisterschaften der Skifahrer den Titel holte - sowohl im Einzel als auch mit der VfB-Herrenmannschaft.

Skibrüder

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